Matcha Latte Guide: So bereitest du das Trendgetränk perfekt zu
- mzumsteg

- 12. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Apr.
Ein Matcha Latte ist weit mehr als nur ein Modegetränk. Er ist die harmonische Verbindung von jahrhundertealter japanischer Teetradition und moderner Genusskultur. Doch wie gelingt der perfekte Mix zu Hause? In diesem Guide erfährst du alles über die richtige Matcha-Wahl, die besten Milchalternativen und verschiedene Zubereitungsarten – von klassisch bis ausgefallen.

Die Basis: Welchen Matcha solltest du für einen Latte kaufen?
Wenn du hochwertigen Matcha kaufst, entscheidest du massgeblich über das Geschmackserlebnis. Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass für Mischgetränke "einfacher" Matcha ausreicht. Wir unterscheiden primär zwei Qualitäten:
Cooking Grade (Kulinarischer Matcha): Dieser ist meist kräftiger, herber und hat eine eher gelbgrüne Farbe. Er setzt sich gut gegen den Eigengeschmack von Milch durch, kann aber schnell zu bitter wirken.
Ceremonial Grade (Premium-Qualität): Für einen wirklich exzellenten Matcha Latte empfehlen wir eine mittlere bis hohe Premium-Qualität aus Japan (z.B. aus Uji oder Kagoshima). Diese Tees haben eine leuchtend grüne Farbe und ein süsslich-mildes Aroma, das perfekt mit der Cremigkeit der Milch harmoniert.
Tipp: Achte beim Kauf darauf, dass der Matcha frisch vermahlen wurde und in einer lichtundurchlässigen Dose gelagert wird.
Die Milchfrage: Tierisch oder Pflanzlich?
Die Wahl der Milch beeinflusst die Textur und das Aroma deines Matcha Lattes massiv:
Hafermilch (Barista Edition): Aktuell der Goldstandard. Die natürliche Süsse des Hafers ergänzt das nussige Profil des Matchas hervorragend, ohne ihn zu überlagern. Zudem lässt sie sich exzellent aufschäumen.
Vollmilch (3,5% Fett): Der Klassiker. Der hohe Fettgehalt fungiert als Geschmacksträger für die feinen Bitternoten des Tees.
Sojamilch: Eine gute proteinreiche Alternative, bringt jedoch oft einen starken Eigengeschmack mit.
Mandelmilch: Verleiht dem Getränk eine nussige Note, ist aber oft dünnflüssiger und schwieriger zu schäumen.
1. Die klassische Zubereitung (einfach & schnell)

In der Schweiz geniessen wir den Matcha Latte meist aus einem schönen Glas oder einem grossen Becher. Damit das Aroma perfekt zur Geltung kommt, bereiten wir die Basis traditionell japanisch vor und giessen sie dann um.
Zutaten:
1–2 TL Matcha (gesiebt)
ca. 50 ml heisses Wasser (max. 80°C)
150-200 ml Milch oder Pflanzendrink
Ein Servierglas oder ein Becher
Optional: Ein wenig Honig oder Agavendicksaft
Zubereitung:
Matcha sieben: Siebe das Pulver direkt in eine kleine Schale (oder eine traditionelle Chawan), um Klümpchen zu vermeiden.
Anrühren: Gib das Wasser hinzu und schlage den Matcha mit einem Bambusbesen (Chasen) in M-Bewegungen schaumig, bis eine feine, tiefgrüne Emulsion ohne Klümpchen entsteht.
Umgiessen: Giesse diese Matcha-Basis nun vorsichtig aus der Schale in dein Servierglas oder deinen Becher.
Aufschäumen: Erwärme und schäume die Milch separat auf.
Vereinen: Giesse die aufgeschäumte Milch langsam über die Matcha-Basis im Glas. So vermischen sich die Schichten sanft und du erhältst eine schöne Krone aus Milchschaum.
2. Der "Iced Strawberry Matcha Latte" (speziell & optisch ein Highlight)

In Japan sind fruchtige Matcha-Varianten in den Cafés von Tokio und Kyoto extrem beliebt. Diese Schicht-Optik sorgt garantiert für Staunen.
Zutaten:
1–2 TL Matcha
50 ml Wasser
150 ml Milch (Hafermilch eignet sich hier besonders gut)
3–4 frische Erdbeeren (oder 2 EL Erdbeerpüree)
Eiswürfel
Zubereitung:
Erdbeer-Basis: Zerdrücke die Erdbeeren mit etwas Zucker oder Sirup zu einem groben Püree und gib dieses als unterste Schicht in ein hohes Glas.
Eis & Milch: Fülle das Glas mit Eiswürfeln und giesse vorsichtig die kalte Milch darüber.
Matcha-Topping: Bereite den Matcha wie in der klassischen Variante konzentriert zu. Giesse den Tee ganz langsam über einen Eiswürfel in das Glas, damit sich die grüne Schicht oben absetzt.
Servieren: Erst kurz vor dem Trinken umrühren!
3. Die Gourmet-Variante: "Matcha-Hojicha-Fusion"

Für alle, die es komplexer mögen, kombinieren wir zwei der besten Tees Japans.
Idee:
Durch das Hinzufügen einer kleinen Menge geröstetem grünem Tee (Hojicha) erhält der Matcha Latte eine unglaubliche Tiefe mit Noten von Karamell und Kakao.
Zubereitungstipp:
Bereite eine Basis aus halb Matcha und halb fein gemahlenem Hojicha-Pulver zu. Das Ergebnis ist ein erdiger, wärmender Latte, der weniger "grasig" schmeckt und besonders im Herbst und Winter ein Genuss ist.
Fazit: Qualität macht den Unterschied
Egal für welche Variante du dich entscheidest: Die Seele des Getränks bleibt der Tee. Wenn du bei uns erstklassigen Matcha kaufst, investierst du in ein Stück japanische Lebensqualität.
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